Chronik

Über Jahrhunderte standen die Menschen Bränden oft hilflos gegenüber. Alte Bücher berichten von großen Feuern, die tief in das Leben und die Wirtschaft der Bewohner eingriffen. Durch die Bauart der Häuser, Scheuen und Ställe, es waren überwiegend Holzbauten, Dachabdeckungen aus Stroh oder Holzschindeln, enge und winklige Gassen und natürlich offenes Licht und Herdfeuer waren alle Vorbedingungen für große Brände gegeben. Wenn der Wind bei ausbrechendem Brand auch noch ungünstig war, lagen oft ganze Ortsteile in Schutt und Asche.

Am 18. Oktober 1651 erließ Herzog August die erste Feuerordnung für die Stadt und Grafschaft Blankenburg. Sie enthielt feuerpolizeiliche Anordnungen und die Verpflichtungen aller Bürger zur Feuerhilfe. Es wurde unter anderem empfohlen, die Laternen in den Ställen vorsichtig zu handhaben, bei offenem Licht nicht zu dreschen, kein brennendes Feuer zurückzulassen, wenn alle außer Haus waren, usw. Diese Hinweise wurden oft aus Unkenntnis oder Armut nicht beachtet. Darum kam es wiederholt zu Bränden.

Der Nachtwächter hatte auch auf ausbrechende Brände zu achten und die schlafenden Bewohner mit seinem Horn zu wecken.
Oft wurden auch die Kirchenglocken geläutet.
Man sprach davon, dass „Sturm geläutet“ wurde.

In der Regel beteiligten sich alle Bewohner an den Rettungs- und Löscharbeiten. Besonders waren jedoch Männer gefragt, die mit Beilen, Äxten und Haken umgehen konnten, denn die brennenden Häuser wurden meistens eingerissen, um angrenzende Bauten zu schützen.
Erst dann konnte mit Wassereimern begonnen werden zu löschen.

Das Löschwasser wurde aus Brunnen der Gehöfte oder der Gemeinde entnommen und in langen Eimerketten zum Brandort transportiert. In trockenen Jahren, wenn der Grundwasserspiegel sank, hatten die Brunnen oft kein oder sehr wenig Wasser, dann wurde die Brandbekämpfung nicht möglich und die Menschen mussten tatenlos zusehen, wie ihr Hab und Gut verbrannte.

Die Gemeinde Börnecke besitzt 1790 folgende Feuergerätschaften:

1 Feuerspritze, 1 Spritzenhaus (Nr. 12), beide neu, es enthält 2 Ruten.
Es sind auch 2 Feuerfässer, 30 Eimer, 6 Feuerleitern und 2 Feuerhaken vorhanden.

Im Herzogtum Braunschweig wurde am 15.10.1832 eine umfassende Feuerordnung erlassen.
Die Beleuchtung, Rauchkammern und die Lagerung von Brennstoffen mussten danach regelmäßig überprüft werden. In jedem Ort sollten Feuergeschworene mit entsprechender Ausbildung, sowie ein Spritzenmeister und ein Rohrwart mit besonderen technischen Kenntnissen eingestellt werden. Die Anwohner hatten die Pflicht, während des Einsatzes mit Löscheimer und Feuerpatsche zu helfen.

1874 wurde ein neues, aus 46 Paragrafen bestehendes Gesetz über Feuerhilfswesen veröffentlicht. Das Gesetz sah unter anderem vor, dass jede Gemeinde aus freiwilligen männlichen Mitgliedern eine Feuerwehrgruppe zu bilden hat.

Hier einige Auszüge aus diesem Gesetz:

§ 1

Die Leitung und Beaufsichtigung des Feuerhilfswesens ist eine Aufgabe der Orts- und Landespolizei und wird dieser unterstellt.

§ 2

Die Kreisversammlung ernennt einen Kreis-Brand-Direktor, der verpflichtet ist, die Ausbildung, die Pflege der Geräte und die Stärke der Mannschaft zu kontrollieren und zu überwachen.
An größeren Übungen der Feuerwehren hat er teilzunehmen und dem Kreisausschuss hierüber Bericht zu erstatten.

§ 3

Auf der gemeinsamen Versammlung sind Fragen des Feuerlöschwesens zu beraten, insbesondere die Frage der gemeinsamen Signale und gemeinsamen Exerzier-Reglements für die Bedienung der Geräte. Mit Rücksicht auf die fortschreitende Technik sind Vorschläge für Verbesserungen der Feuerlöschgeräte zu machen und die zweckmäßigsten Verfahren für eine Brandbekämpfung zu ermitteln.

§ 4

Bildung der Feuerwehr

In jeder Gemeinde soll aus den männlichen Gemeindegenossen vom zurückgelegten 18. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr zur Bekämpfung der Schadenfeuer sowohl innerhalb wie außerhalb des Ortes eine Feuerwehr gebildet werden.

§ 5

Vom Eintritt in dieselbe befreit sind:

- Kranke und Gebrechliche
- Geistliche aller Konfessionen
- Rechnungsführer öffentlicher Kassen
- Ärzte, Wundärzte und Apotheker mit ihrem Hilfspersonal
- Staatsanwälte, Beamte der Landespolizei, Militärs sowie alle Reichs-, Staats-,
Gemeinde- und Eisenbahnbeamte

§ 6

Die gesamte Feuerwehr wird in 2 Hauptabteilungen eingeteilt:

1. Die einexerzierte Feuerwehr, welche die Spritze bedient und erforderlichenfalls das Retten besorgt, sowie
2. die Ordnungsmannschaften, welche Unberufene von der Brandstelle fernhält, gerettete Gegenstände bewacht und nötigenfalls für Wasserzuführung zu den Spritzen sorgt.

§ 7

Die einexerzierte Feuerwehr soll bestehen in Ortschaften:

a) bis 1 000 Einwohner aus mindestens 6% und höchstens 8%
b) über 1 000 Einwohner bis einschl. 2 000 Einwohner aus mindestens 5% bis 7%

§ 8 - § 10

legen die Organisation und Ausrüstung der Wehren fest.

§ 11

Überall da, wo die angeordnete Minimalzahl sich freiwillig zum Dienste in der einexerzierten Feuerwehr bereiterklärt, soll eine freiwillige Feuerwehr errichtet werden.
Die freiwilligen Feuerwehren haben die Verpflichtung, alljährlich mindestens 6 Übungen abzuhalten, an denen das gesamte Korps teilnimmt. Sie haben das Recht, ihre Statuten und das Dienstreglement innerhalb der gesetzlichen Grenze selbst zu entwerfen und ihre Führer selbst zu wählen. Die Statuten und das Dienstreglement unterliegen der Genehmigung der Herzoglichen Kreisdirektion, die Führer bedürfen der Bestätigung dieser Behörden.

§ 12

Beinhaltet Festlegungen über die Pflichtfeuerwehr. Nach Aussagen älterer Bürger unserer Gemeinde hat es solche in Börnecke nur während des zweiten Weltkrieges gegeben.

§ 13

Ordnungsmannschaften

Die Ordnungsmannschaft besteht aus allen tauglichen Verpflichteten, welche nicht in der einexerzierten Feuerwehr dienen. Hierzu können wir berichten, dass auch in der Gemeinde Börnecke bis in die Zeit des zweiten Weltkrieges hinein eine Ordnungsmannschaft vorhanden war. Viele ältere Bürger können sich daran noch erinnern.

§ 14 - § 26

enthalten die Aufgaben und Pflichten der Mitglieder, sowie die Obliegenheiten oberster Führer der Feuerwehr und Ordnungsmannschaften.

§ 27

beinhaltet, dass die Kosten des Feuerlöschwesens, insbesondere die Ausrüstungen der Feuerwehren, die Anschaffung der Löschgeräte und die ordnungsgemäße Unterhaltung den Gemeindehaushalten unterliegen.

§ 28

soll in allen Gemeinden zur Aufbewahrung der Löschgeräte zweckmäßig gelegene, trockene und luftige Lokale (Spritzenhäuser) vorhanden sein, welche zu anderen Zwecken nicht benutzt werden dürfen. Jeder Führer der Ortsfeuerwehr erhält dazu einen Schlüssel.

Die weiteren Paragrafen enthalten in der Reihenfolge von

§ 29 Die Feuerlöschgeräte
§ 30 Die Wasservorräte
§ 31 Die Transportmittel
§ 32 Die Alarmierung der Wehren
§ 33 Zutritt zu brandverdächtigen Gebäuden
§ 34 Zutritt zur Brandstelle
§ 35 Zutritt zu den Nachbargrundstücken
§ 36 Beleuchtung der Straßen
§ 37 Flugfeuer
§ 38 Bereitstellen von Privatlöschgeräten
§ 39 Strafbestimmungen
§ 40 Sorge für zu Schaden gekommene Feuerwehrmänner und deren Familien
§ 41 Prämie für geleistete Feuerhilfe

Wichtig für uns sind noch die Übergangsbestimmungen, die ab § 42 beginnen.
Eine kurze Inhaltsangabe sei hier noch aufgeführt.

§ 42

Die 1. Aushebung der Feuerwehr erfolgt im Monat November, die Wahl, Ernennung der Führer im Monat Dezember 1874.
Die Feuerlöschbezirke sind binnen 3 Monate nach Erlaß dieses Gesetzes festzustellen und gleichzeitig ist ein Kreisbranddirektor zu ernennen.

§ 43

Die Gemeinden haben die Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr im Laufe des Jahres 1874 anzuschaffen. Vorhandene Spritzen und Geräte, soweit noch
brauchbar, können auch, wenn sie den Anforderungen dieses Gesetzes nicht entsprechen, bis auf weiteres beibehalten bzw. übernommen werden.

§ 44

Vor Eintritt der Wirksamkeit des Gesetzes bis zum 1. Januar 1875 unter gleichzeitiger Aufhebung der allgemeinen Feuerordnung für die Landgemeinden
des Gesetzes vom 15. Oktober 1832.

Abschließend heißt es dort: „Alle die es angeht, haben sich hiernach zu richten.“

Soweit einige Auszüge aus dem alten Gesetz von 1874.

Doch nun zurück zur Geschichte unserer Wehr. Durch Rückfragen und Nachforschungen bei älteren Bürgern des Ortes, die auch zum Teil selbst Kameraden der Feuerwehr waren, konnten wir folgendes ermitteln:

In unserem Dorf hat es bereits vor dem Jahre 1874 eine Organisation gegeben, welche die Aufgabe hatte, allen Bürgern, die in Feuersnot gerieten, zu helfen und durch gemeinsame Aktionen das Feuer zu löschen und größere Ausdehnungen zu verhindern.
Es waren die sogenannten Turnerwehren.

Diese gegenseitige Hilfe war damals besonders erforderlich, da in unserem Ort, wie in der Mehrzahl aller Gemeinden, die Holzbauweise (Fachwerkbauten) vorherrschte.
Im Brandfalle konnte dadurch leicht das Übergreifen des Feuers auf andere Nachbargrundstücke erfolgen. Die Feuerlohe konnte so blitzschnell über dem dürren Wandgebälk des Hauses zusammenschlagen und der daraus entstehende Funkenflug war überaus gefährlich.

Durch die Feuerglocke wurden damals die Löschkräfte zusammengerufen und mittels Ledereimer und kleinen Kübelspritzen wurde der Brand bekämpft. Weitere Geräte waren Einreißhaken, Hakenleitern, Äxte und Picken.

Wir besitzen leider keine schriftlichen Unterlagen über den Gründungstag der Börnecker Feuerwehr. Grundlage für uns ist ein Stammbuch vom 11.05.1908, aus dem das Eintrittsjahr der Kameraden zu ersehen ist. Hier wurde als 1. Feuerwehrmann unseres Ortes der Bürger Heinrich Schmeckebier erwähnt, dessen Eintrittsjahr mit 1875 angegeben ist.

1875 kauft die Gemeinde für 3 000 Taler Feuerlöschgeräte.

1879 wurde beschlossen, die Feuerlöschgeräte zu erweitern. Die Anschaffung dieser Geräte wurde vom Kreisbranddirektor empfohlen. Es handelte sich um Wasserfässer.
Nach Meinung des Gemeinderates sei das zu dem vorgesehenen Termin nicht zweckmäßig, da dieselben nicht von Menschenhand an jeden Ort zu transportieren wären. Deshalb sollten geeignete Wagen zum Bespannen dafür angeschafft werden. Diese könnten aber nicht im Spritzenhaus untergestellt werden, da schon die Feuerspritze und andere Geräte untergebracht waren, die eine große Bedeutung für das Löschwesen hatten.
Der Kupferschmiedemeister Stollte aus Blankenburg machte dem Gemeindevorstand und dem Hauptmann bei einer Feuerwehrübung darauf aufmerksam, dass die Spritzen 3mal jährlich nachgesehen und gereinigt werden müssen. Er machte das Angebot, diese zu übernehmen, da er auch in Blankenburg und anderen Landgemeinden die Wartung durchführte.
Dieses Angebot wurde angenommen, er erhielt für jede Spritze reinigen 15,00 M.

Am 25.4.1880 war der größte Brand seit dem Bestehen der Feuerwehr. Es brannten die Häuser Heinrich Wehrenpfennig und K. Knoche, Hohe Straße, sowie das Haus Karl Bodenstein, jetzt Tränkestraße 2 (Klaus Wermuth) völlig ab. Gerettet wurde das Haus Christoph Kühne, jetzt Tränkestraße 1 (K.-H. Fischer), welches nur mit einem leichten Dachstuhlbrand beschädigt wurde.

Vom Gemeinderat wurde für die Freiwillige Feuerwehr für außergewöhnliche Arbeiten und Nachtwachen pro Mann 2,00 M bewilligt.
Gustav Wehrenpfennig wurde zum neuen Feuerwehrhauptmann gewählt.

1881 wurde vom Branddirektor Reuter an den Hauptmann der hiesigen Feuerwehr ein Schreiben übermittelt, drei Mann nach Braunschweig zu entsenden, um an der Jubiläumsfeier Seiner Hoheit des Herzogs, teilzunehmen. Die Unkosten dafür sollten aus der Gemeindekasse gezahlt werden.
Dieses wurde vom Gemeinderat abgelehnt.

1883 wurde der Feuerwehr pro Mann eine Vergütung bei Übungen von 25 Pf, bei Verbands- bzw. Bezirksübungen 50 Pf, bei auswärtigen Bränden 1,00 Mark zugebilligt.

1886 sollte eine Pflichtfeuerwehr bestimmt werden.
Der Gemeindevorsteher trug dem Hauptmann der hiesigen Feuerwehr vor, dass es notwendig sei, die Feuerspritze zu schmieren und die Schläuche zum Trocknen aufzuhängen. Die Arbeiten sollte der Gemeindediener verrichten und mit 10,00 Mark entschädigt werden.

1894 wurde vom Gemeindrat eine Anschaffung von Joppen für die Feuerwehr bewilligt.
Die Feuerwehr half bei einem Schadensfeuer in Westerhausen mit löschen und bekam dafür eine 3fache Prämie von 60,00 M überwiesen.

Der Eckenteich wurde 1895 neu zum Feuerlöschteich ausgebaut, ebenfalls wurde die Straße gepflastert. Die Feuerwehr erhielt 42 neue Jacken. Es ist also anzunehmen, dass die Wehr 42 Mitglieder hatte.

Der Brunnen auf dem Steinklee konnte 1897 erneuert und vergrößert werden (Löschwasserreserve), gleichzeitig wurde die hölzerne Pumpe durch eine Eiserne ersetzt.

Im November 1899 übernahm der Sohn Heinrich Schmeckebier, ebenfalls Barbier, die Funktion des Feuerwehrhauptmanns.

Von 1899 – 1910 umfaßte die Feuerwehr 49 Mann,
von 1911 – 1935 umfaßte die Feuerwehr 90 Mann.

Weitere bekannte Mitglieder der damaligen Feuerwehr waren:

1888 Hermann Fricke  Maurer
1891 Karl Peters  Tischlermeister
1891 Robert Köbbel  Landwirt
1891 Wilhelm Borchert  Landwirt
1893 Gustav Bodenstein  Sattlermeister
1893 Otto Klamroth  Kaufmann
1894 Wilhelm Keilholz  Maurer
1895 Karl Wieker  Arbeiter
1895 Wilhelm Köbbel  Landwirt
1897 Wilhelm Wiecker  Tischler
1897 Erich Schliephake  Landwirt
1899 Heinrich Niehoff  Landwirt

Von den oben aufgeführten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Börnecke weilt keiner mehr unter den Lebenden.

Einige Fakten zur Arbeit der Feuerwehr bis 1935:

Im Juni 1909 war in Ilsenburg ein Feuer ausgebrochen. Die hiesige Feuerwehr rückte dazu aus und bekam 42,50 M für die geleistete Arbeit.

Beim Landwirt Hugo Wehrenpfennig brannte es am 4.11.1912. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand und bekam auf Beschluß des Gemeinderates eine Belohnung von 3,00 M pro Mann. Außerdem wurde eine Sonderbelohnung beschlossen, beim Anfahren des Wassers, die erste Kaupe mit 10,00 M zu belohnen.

Am 24.4.1920 brannte es am Rönneberg. Hier musste Otto Schliephake der Feuerwehr 50,00 M zahlen, da sein Sohn den Brand gelegt hatte.

Am 28.5.1920 beschloß der Gemeinderat der Freiwilligen Feuerwehr für jede Übung 1,00 M zu zahlen und für die Feuerwehrkasse jährlich 100,00 M zu überweisen.

Am 21.5.1922 feierte die FFw ein Feuerwehrverbandsfest.
Der Gemeinderat beschloß, zu diesem Zweck 2 000,00 M zur Verfügung zu stellen.

Am 6.3.1922 wurde der hiesigen Gemeinde von der Kreisdirektion eine Motorspritze zum Preis von 20 000,00 M angeboten. Da dieses Angebot günstig erschien, beschloß der Gemeinderat diese Anschaffung.

Am 12.1.1923 wurden 50 m Schläuche zur Motorspritze gekauft. Der Gemeindevorsteher wurde beauftragt, die alte Spritze zu verkaufen.

Am 24.7.1923 wurde ein Übungsgeld für die Mannschaften der FFw pro Mann bewilligt.

Am 28.1.1924 erbrachte eine Sammlung bei den Einwohnern einen Betrag von 550,00 M dafür kaufte die Gemeinde in Halberstadt 200 m Spritzenschläuche.
Von der Landesbrandversicherung erhielt die Wehr 25,00 M für gute Leistungen bei der Bekämpfung des Brandes im Grundstück Wieckert. Der Rat der Gemeinde bewilligt ebenfalls
25,00 M.

Am 28.2.1924 stellte sich bei einem Schadenfeuer heraus, dass sich die Einteilung der Ordnungsmannschaften nicht bewährte. Der Gemeinderat beschloß, die Mannschaften nicht in Zügen, sondern in Gruppen einzuteilen.

Am 11.5.1926 wurde beschlossen, die Kragen der Feuerwehruniformen der einen Garnitur zu erneuern.

Am 26.1.1928 wurden 20,00 M für das Putzen der 3 Spritzen bewilligt und für die im Laufe des Jahres stattfindenden Delegiertenreisen 25,00 M.

Der Bau des Schlauchtrockenturmes begann am 30.8.1933. Das Richtfest wurde 1934 in der Gaststätte Möller gefeiert. Das Baujahr des Feuerwehrgerätehauses ist nicht genau bekannt.
Beginn des Baus 1876/1877

Erste Reparaturen an den Feuerlöschteichen wurden 1934 durchgeführt.

1935 bewilligte der Rat 2,00 M für Dienstreisen der Feuerwehr für Fahrten über 10 km.

Über die Zeiten von 1935 – 1946 sind keine schriftlichen Unterlagen vorhanden.
(Ältere Mitglieder der Feuerwehr berichten, dass sie in den letzten Tagen des Krieges bis Braunschweig und Hannover im Einsatz waren.)

Feuerwehrkapelle um 1936

Vor 1945 war Richard Diederich Wehrleiter.

1945 – 1950 war es Franz Posenansky.

Im Jahre 1950 wurde unter Mitwirkung des späteren Wehrleiters Heinz Meier eine
FDJ-Löschgruppe gebildet.

Gruppenbild zum 75-jähigen Bestehen unserer Feuerwehr 1950

Beim Überprüfen der Hydranten 1956 wurde die Feststellung gemacht, dass 16 Hydranten im Ort für die Feuerwehr nicht mehr einsatzbereit waren. An Löschwasserentnahmestellen sind 2 Feuerlöschteiche vorhanden: Tränketeich und Eckenteich.

Von 1956 bis 1967 wurde die FFw durch den Kameraden Heinz Meier als Wehrleiter geführt. Während dieser Zeit entstand die 1. Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ aus 23 Pionieren.
Außerdem war Börnecke die erste Wehr des Kreises, welche die Befugnisse der zentralen Brandschutzorgane auf dem Gebiet des vorbeugenden Brandschutzes übernahm und durchführte.

Von 1967 – 1970 übernahm die Funktion des Wehrleiters der Kamerad Siegfried Piehler.
Danach folgte der Kamerad Uwe Bründel bis 1971.

Ab Beginn des Jahres 1972 ist der Wehrleiter Fritz Müller für die Leitung der Wehr verantwortlich und stets bemüht, die gut vorbereiteten Übungsabende und Ausbildungen durchzuführen.

In den Jahren 1955 – 1960 wurde das Gerätehaus renoviert und ein Schulungsraum ausgebaut. Die unzuverlässig gewordene alte Motorspritze wurde 1960 grundinstandgesetzt und später durch eine neue TS (Tragkraftspritze) ersetzt.

1967 war der Ausbau des Eckenteiches und des Tränketeiches als Löschwasserreserve ebenfalls wiederholt Gegenstand von Beratungen des Rates und Aussprachen der Abt. F, des Rates des Kreises, zwecks Mittelbereitstellung. In den zurückliegenden Jahren gab es bei den Jahreshauptversammlungen darüber rege Diskussionen, dass auch eine einsatzfähige Feuerwehr der Gemeinde kein Feuer löschen kann, ohne eine ausreichende Löschwasserbevorratung.
Diesen tatsächlich vorhandenen großen Mangel, der zweifelsohne eine große Gefahr für die gesamte Gemeinde bedeutete, konnte 1968 durch gründliche Reinigung und Aufstauung des Seeteiches abgeschafft werden. Mit der Legung einer Verbindungsleitung zwischen dem Seeteich und Eckenteich stehen, durch Ablassen des Seeteiches, im Ernstfall rd. 500 m³ Löschwasser zur Verfügung.

Die Arbeit der FFw ist ungenügend, 26 Mitglieder sind listenmäßig erfasst, 10 haben sich zur Mitarbeit bereiterklärt. Die angesetzten Dienstabende werden schlecht besucht.

Schauübung zum Tag des Brandschutzes in den 60er Jahren

1969 berichtet Wehrleiter Piehler, dass die Arbeit zwar besser geworden sei, aber noch nicht befriedigend. Von 28 Mitgliedern sind an Dienstabenden ca. 12 Mitglieder anwesend.
Die Ordnung und Sicherheit am Gerätehaus ist nicht gegeben.
Schwerpunkt ist immer noch die Aufstellung einer Frauengruppe der FFw.

Der Eckenteich wurde 1972 ebenfalls in Ordnung gebracht und hat selbst ein Fassungsvermögen von rd. 300 – 350 m³ Wasser.
Auf der Prinzenhöhe befindet sich ein Löschwasservorrat von 80 m³. Damit sind die ehemals berechtigten kritischen Hinweise vieler Kameraden endgültig behoben, und es besteht absolut kein triftiger Grund mehr, der Freiwilligen Feuerwehr Börnecke nicht jede Unterstützung und Mitarbeit angedeihen zu lassen, um die Brandschutzsicherung der Produktionsstätten der LPG „Thomas Müntzer“ und der KAP Blankenburg – Börnecke sowie aller volkseigenen, genossenschaftlichen und privaten Wohngrundstücken mit ihrer aller Hilfe verwirklichen zu können.

Wehrleiter Fritz Müller gab seine Funktion zum 1.7.1977 ab.

1978 betrug die Entschädigung des Wehrleiters 180,00 M und für den Stellvertreter 120,00 M.

1985 wurde der Seeteich erneut gesäubert und vergrößert. Das Fassungsvermögen wurde dadurch verdoppelt. Mit Schaffung eines Wasserbeckens an der Offenstallanlage durch die LPG „Thomas Müntzer“ ist auch an diesem Konzentrationspunkt landwirtschaftlicher Bauten eine größere Löschwasserreserve vorhanden.

Der Brand im Getreidespeicher der LPG in der Nacht vom 17. zum 18. Juli 1985 stellte die Wehr vor hohe Anforderungen. Es war der bisher größte Brand in der jüngsten Vergangenheit, der zu bekämpfen war. Durch die Organe der Feuerwehr wird bestätigt, dass diese Aufgabe gut gelöst wurde, und der Rat des Kreises nahm die Auszeichnung mit einer Geldprämie vor.

Speicherbrand vom 17. zum 18. Juli 1985

 

In der Nacht vom 18. zum 19.9.1985 brannte es in der Scheune von Rudi Maier im Steinweg.

In Vorbereitung auf das 110-jährige Jubiläum im Jahre 1985 haben die Kameraden vielfältige Aktivitäten entwickelt. Das Gerätehaus wurde in freiwilliger unbezahlter Tätigkeit mit einem neuen Farbanstrich versehen, es wurde aufgeräumt und saubergemacht. Dazu kommt noch die Brandbekämpfung in Brockenstedt, die zusätzliche Aufwendungen notwendig machte.
Es gibt auch noch einige Probleme, so z. B. die Beteiligung an den Dienstabenden, die besser sein könnte. In der letzten Zeit konnten 7 neue Mitglieder, darunter 3 Frauen, für die Wehr gewonnen werden. Hervorzuheben ist noch die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ unter der Leitung der Kameradin Müller. Hier werden die Voraussetzungen geschaffen für den künftigen Personalbestand der Wehr.
Der Kamerad Karl-Heinz Fischer konnte 1985 auf eine 35-jährige Mitgliedschaft zurückblicken. In dieser Zeit hat er allerhand erlebt, wenn er erzählt, dass ist schon interessant. Für seine aktive Mitarbeit in der Wehr wurde ihm gedankt.

Die Wehr erhält 1987 ein neues Löschfahrzeug (Barkas B 1000).

 

1988 beteiligten sich 36 Feuerwehren des Kreises Wernigerode am Kampf um die Auszeichnung mit dem Titel „Vorbildliche FFw“. Höhepunkt dieses Wettbewerbes waren die Auszeichnungen der besten Wehren, die FFw Treseburg bekam einen Kompressor.
Christel Kröpper konnte für das Börnecker Kollektiv ein Ladegerät entgegennehmen.

Mit dem Wegfall der Grenzen im Herbst 1989 und der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes waren auch Kontakte in den „Westen“ möglich und am 13.01.1990 kam es dann zu einem ersten Kontakt mit der Gemeinde Hahausen, der damals maßgeblich durch Bürgermeister Schenk und dem damaligen Hahausener Wehrleiter Kurt Wilke geknüpft wurde.

Am 17.07.1991 wurde ein Löschfahrzeug vom Typ LF 8/TS (Opel Blitz) durch die Partnerfeuerwehr aus Hahausen an unsere Wehr übergeben.

 

Am 6.4.1995 brannte es in der Töpferei im Steinweg 2. Nach Mitternacht wurde der Brand von den Hausbewohnern entdeckt und gemeldet. Als Brandursache wurde ein elektrischer Defekt festgestellt. Zum Glück hatte die Feuerwehr den Brand bald unter Kontrolle und es konnte ein größerer Schaden verhindert werden.

Das alte Feuerwehr-Gerätehaus mit dem baufälligen hölzernen Turm wurde 1995 saniert,
47 300 DM standen zur Verfügung, davon 18 600 DM aus Fördermitteln.
Probleme hat die Wehrleiterin mit der Einsatzfähigkeit ihrer Feuerwehrmannschaft.
Nur vier der 16 Mitglieder seien im Ernstfall einsatzfähig. Der Rest ist entweder zu jung, zu alt oder gesundheitlich nicht mehr voll belastbar.
So könne man nicht einmal die zur Verfügung stehende moderne Technik nutzen, weil es nicht genug Kameraden für deren Handhabung gebe. Es sollen die Vereine im Dorf angesprochen werden, um dort jeweils 1 oder 2 Kameraden zu gewinnen. Vor allem auf den Nachwuchs setzt man große Hoffnung.

Susanne Wicht wurde 1996 als neue Leiterin gewählt und löste Christel Kröpper ab.
Die Wehr zählt jetzt 16 Mitglieder, auf der Jahreshauptversammlung konnten 5 Jugendliche für ihren Fleiß ausgezeichnet werden.

Am 08. Februar 1996 brannte das Wohnhaus auf dem Elischen Hof in der Langen Straße 11.
Vor allem die Temperaturen um -10 Grad erschwerten die Löschmaßnahmen erheblich, da alle Hydranten zugefroren waren und das Wasser in den Schläuchen gefror. Neben den 15 Börnecker Kameraden waren auch Kräfte aus Blankenburg, Cattenstedt und Hüttenrode ca. 3 Stunden im Einsatz.

1997 wurde das bereits außen renovierte Gerätehaus auch innen modernisiert. Eine Gasheizung für Garagen sowie Umkleide- und Aufenthaltsräume wurde installiert. Die Garagenheizung ist notwendig, weil der neue Spritzenwagen auch über einen ständig gefüllten Wassertank verfügt, der im Winter frostfrei gehalten werden muß.

Am 24. Januar 1998 bekam die Börnecker Feuerwehr für fast 180 000 DM das fabrikneue „Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W)“, damit die Norm für die Einsatzbereitschaft der Löschmannschaft des Ortes gewährleistet ist. Das alte, noch mängelfreie Fahrzeug erhält die Jugendwehr. Mit 12 Mitgliedern kommt sie den 15 Erwachsenen zahlenmäßig fast gleich.

Fahrzeugübergabe TSF-W

 

Im Jahr 1999 übernahm Kamerad Andreas Kröpper die Funktion des Jugendwartes.

Am 15. und 16. September 2000 beging die Börnecker Feuerwehr ihr 125-jähriges Jubiläum. Neben Schauvorführungen gab es auch einen Festumzug durch den Ort.

 

Vom 16.08. – 23.08.2002 waren drei Kameraden unserer Wehr zusammen mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft zur Hochwasserhilfe in Dessau-Großkühnau im Einsatz.

Am 16.07.2003 kam es auf Grund der heißen Temperaturen zu einem Waldbrand im Heers.
Hier waren 12 Feuerwehren unter anderem aus Hasselfelde, Trautenstein und Quedlinburg ca.
8 Stunden im Einsatz. In den folgenden Tagen kam es immer wieder zum Aufflammen einzelner Glutnester.
Am 29.12.2003 kam es auf Grund einer defekten Elektroanlage zu einem Barnd in einem Nebengebäude in der Prinzenhöhe 2.

Vor der Freigabe der B6n wurde am 13. November 2004 eine große Katastrophenschutzübung durchgeführt. Neben einem Gefahrgutunfall wurde auch eine Massenkarambolage nachgestellt. Außer den Feuerwehren waren auch verschiedene Rettungsdienste und das THW beteiligt.

Im Jahr 2006 wurde der Eckenteich umgestaltet. Auch die Feuerwehr bekam in diesem Zusammenhang eine neue Saugstelle.
Die Jugendfeuerwehr besteht seit nunmehr 10 Jahren.

Im März des Jahres 2007 wurde in Zusammenarbeit mit der Kita Börnecke eine Kinderfeuerwehr gegründet. Damit ist es möglich bereits Kinder ab 6 Jahren für die Feuerwehr zu gewinnen.
Kam. Hans-Jürgen Grimm wurde aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Am 01. Februar 2008 übernahm Andreas Kröpper die Funktion des Ortswehrleiters. Sein Stellvertreter blieb Achim Staszat.
Neuer Jugendwart wurde Michael Dura, Stellvertreter Mathias Henneberg.

Zur Jahreshauptversammlung 2008 wurden die Kameraden Susanne Wicht und Achim Staszat für hervorragende Leistungen in der Feuerwehrarbeit mit der Feuerwehrspange des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

Im Bundeswehrdepot in Blankenburg wurde am 08. November 2007 in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsregiment 32 aus Weißenfels eine Grubenexplosion in der Untertageanlage nachgestellt. Auch unsere Feuerwehr war mit 6 Kameraden an dieser Übung beteiligt.

In der Nacht vom 02. auf den 03. Februar 2008 brannte ein Wohnhaus in der Blankenburger Harzstraße. Neben den Feuerwehren aus Blankenburg, Cattenstedt und Wienrode waren auch wir 7 Stunden im Einsatz gegen die Flammen. Vor allem die frostigen Temperaturen erschwerten die Löschmaßnahmen erheblich.

 

Am 03. Mai 2008 wurde ein neuer Mannschaftstransportwagen als Ersatz für den Opel Blitz in Dienst gestellt.

 

Am 01. April 2009 überreichte Innenstaatssekretär Rüdiger Erben die Feuerwehrspange des Landes an die Kameraden Andreas Kröpper, Geralf Diederich und Michael Dura für Ihre Verdienste in der Feuerwehr.

Am 29.08.09 brannte es in der Bahnhofstraße 15 auf Grund eines implodierten Fernsehgerätes. Neben der örtlichen Feuerwehr waren auch Kameraden aus Blankenburg, Timmenrode, Cattenstedt und Westerhausen vor Ort.

Die digitale Alarmierung der Einsatzkräfte hielt am 01. September 2009 auch im Harzkreis Einzug.

In der Blankenburger Friedensstraße stand am 30. Dezember des Jahres ein seit 2008 leerstehendes Wohnhaus in Flammen. Rund 50 Kameraden aus mehreren Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft kamen zum Einsatz. Die Anfahrt und die Löscharbeiten gestalteten sich auf Grund der winterlichen Verhältnisse schwierig.

Zum 01. Januar 2010 entstand aus den ehemals selbstständigen Orten Blankenburg mit Ortsteil Börnecke, Cattenstedt, Stadt Derenburg, Heimburg, Hüttenrode, Timmenrode und Wienrode die Einheitsgemeinde Stadt Blankenburg. Die Feuerwehren werden zukünftig als Ortsfeuerwehren der Feuerwehr Stadt Blankenburg bezeichnet.

Auf Grund der starken Schneelast brachen in der ersten Januar-Woche 2010 immer wieder große Äste und Bäume im Bereich der Bahnstrecke Halberstadt-Blankenburg um, was zu einem vermehrten Einsatzaufkommen in diesem Bereich führte.

Zum 30. Januar 2010 ging unsere Internetseite www.feuerwehr-boernecke.de an den Start.

Zu einem erneuten Brand eines leerstehendes Wohnhauses kam es am 01. Februar 2010 in der Altstadt Blankenburgs. Auf Grund der erhöhten Einsturzgefahr musste das Gebäude durch eine Holzkonstruktion des THW abgestützt werden, bevor in den folgenden Wochen der Abriss erfolgte.


Werner Greif (Cattenstedt) wurde im März von den Kameraden zum Stadtwehrleiter gewählt. Stellvertreter wurden Jörg Hohmann (Hüttenrode) für den Bereich Ausbildung, Rainer Salvey (Wienrode) Bereich Vorbeugender Brandschutz und Michael Wunder (Blankenburg) Bereich Technik. 

Der Gemeindetraktor ging am 06. März 2010 an der Garage in der Hohen Straße in Flammen auf. Auf Grund eines Kurzschlusses startete die Maschine selbstständig und schob mit dem angebauten Schneepflug das Garagentor auf. Während der Traktor bei unserem Eintreffen bereits in Vollbrand stand, konnte der Schaden am Gebäude in Grenzen gehalten werden.

 

Rund 270 Einsatzkräfte waren am 30. Oktober 2010 auf dem Bahngelände Blankenburg gefordert. Eine Großübung des Katastrophenschutzes des Harzkreises, aufgeteilt in 2 Abschnitte mit einem Zugunfall und 15 Schwerverletzten sowie Waggonbrand und Chemieunfall verlangten den Rettungskräften einiges an Können ab.

 

Im November erfolgte die Umstellung der Sirene von der analogen auf die Digitaltechnik.

Am Tag vor Heiligabend 2010 kam es zu einem Großeinsatz aller Ortsfeuerwehren der Stadt Blankenburg sowie der THW-Ortsverbände Quedlinburg, Halberstadt und Staßfurt im Gewerbegebiet Lerchenbreite in Blankenburg.
Auf Grund starker Schneefälle in den letzten Tagen und Wochen drohten mehrere Dächer unter der Last einzubrechen. In ca. 12 Stunden wurden daher die gefährdeten Dachflächen in mühevoller Handarbeit beräumt.



Ein Waldbrand brach am 09. Mai 2011 zwischen Cattenstedt und Hüttenrode aus. Rund 230 Einsatzkräfte von 16 beteiligten Feuerwehren nahmen den Kampf gegen die Flammen auf. Unterstützung erhielten sie neben Landwirten aus Timmenrode auch vom Börnecker Ortsbürgermeister und Feuerwehrmitglied Rüdiger Klamroth, der durch den Einsatz eines 16.000 Liter fassenden Tankanhängers eine unsagbare Hilfe beim Wassertransport zum Brandort leistete. Auch ein Hubschrauber der Polizei unterstützte die Löscharbeiten, jedoch wurden in den kommenden Tagen insgesamt 10 Hektar Opfer der Flammen.


Die Evakuierung eines Altenpflegeheimes auf Grund von vermutetem Gasgeruch erforderte den Einsatz von 8 Wehren am Nachmittag des 23. Oktobers in der Gartenstraße in Blankenburg. 65 Heimbewohner wurden vorübergehend im Gerätehaus und der Fahrzeughalle der Feuerwehr Blankenburg untergebracht und betreut. Als Ursache des Geruchs konnten austretende Faulgase in einem stillgelegten Schornstein ermittelt werden.


Das Jahr 2012 war mit 43 Einsätzen das Einsatzreichste seit Bestehen der Börnecker Wehr. Die Einsatzabteilung bestand aus 21 Kameraden, davon 2 Frauen. Die Jugendfeuerwehr hatte einen Personalstamm von 3 Mädchen und 2 Jungen, während in der Kinderfeuerwehr 10 Kinder aktiv waren und die Alters- und Ehrenabteilung 2 Mitglieder zählte.


Ein schwarzes Wochenende erlebten die Kameradinnen und Kameraden in der Zeit vom 17. - 19. August 2012. Immer wieder wurde in den Nachtstunden der Handauslöser der Sirene betätigt. Brannten zuerst Teile eines Feldes und Strohrundballen, stand am Sonntagmorgen eine alte Feldscheune in Vollbrand. Insgesamt 7 Einsätze in 48 Stunden forderten die Einsatzkräfte. Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen gestand ein Mitglied unserer Wehr die Brandstiftungen.

In den Abendstunden des 26. Septembers wird das Funktionsgebäude im Biobad Blankenburg bei einem Brand zerstört.



Bereits in den frühen Morgenstunden des 28. Septembers brannte es erneut. Diesmal stand das seit Jahren leerstehende Haus Silberborn an der Bundesstraße 27 zwischen Hüttenrode und Blankenburg in Flammen. Die Lage an einem Steilhang und starker Wind erschwerten die Löscharbeiten der ca. 100 Einsatzkräfte aus allen Ortsfeuerwehren der Stadt sowie Quedlinburg und Thale. 
Das Gebäude war stark einsturzgefährdet und wurde teilweise abgerissen, da aber immer wieder versteckte und unzugängliche Glutnester aufloderten, wurde entschieden, die Ruine kontrolliert abzubrennen. Dazu waren in den nächsten Tagen immer wieder abwechselnd Brandwachen aus den einzelnen Ortsfeuerwehren vor Ort.




Nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 erreichten die Hochwasserereignisse im Jahr 2013 u.a. auch in Sachsen-Anhalt eine nie dagewesene Dimension. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen wurden an den Flussläufen Rekordpegelstände registriert. Wir unterstützten mit 3 Kameraden vom 05. - 06.06. den Fachdienst Brandschutz West im Kampf gegen das Hochwasser am Gimritzer Damm in Halle/Neustadt und Gottesgnaden bei Calbe.
Da der Scheitelpunkt der Elbe für Magdeburg am Wochenende 08./09.06. erwartet wurde, waren wir in Eigeninitiative an beiden Tagen mit Kameraden in Gerwisch, um den örtlichen Einsatzkräften beim Füllen von Sandsäcken und Deichverbau zu helfen.
In der Zeit vom 10. - 11. Juni ging es noch einmal mit 3 Kameraden im Rahmen des Fachdienstes Brandschutz West nach Magdeburg/Rothensee.



Sturmtief "Qumaira" sorgte am 07. Februar 2014 für einen einsatzreichen Abend. Zu erst mussten in der Langen und Hohen Straße mehrere Dächer gegen herabfallende Ziegel gesichert werden. Anschließend waren wir auch in Blankenburg gefordert. Hier wurde auf Grund der Vielzahl von Einsatzstellen bis zum Nachlassen des Sturms eine Sitzbereitschaft eingerichtet.

Eine Gewitterzelle entlud sich am Abend des 26. Juli 2014 über dem Harzstädtchen Ilsenburg. Innerhalb einer Stunde fallen ca. 100 Liter Regen und Hagel und überfluteten viele Keller und Straßen. 175 Einsatzkräfte von Feuerwehren aus dem gesamten Harzkreis sowie der THW-Ortverbände Halberstadt und Quedlinburg waren im Einsatz. Wir unterstützten mit 2 Fahrzeugen und 7 Kameraden ca. 5 Stunden bei Sandsackfüll- und Pumparbeiten.

In den Nachtstunden vom 01./02.11.2014 standen im Alten Amt in Westerhausen eine Scheune und Teile des angrenzenden Wohnhauses in Flammen.
36 Einsatzkräfte aus Westerhausen, Warnstedt, Quedlinburg, Thale und Börnecke waren im Einsatz. Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 50 000 €.


Angaben aus alten Protokollbüchern

Am 2. April 1874 wurde von der Herzoglichen Kreisdirektion ein Feuerlöschgesetz für den Kreis Blankenburg eingeführt. Daraus ergab sich, dass alle Gemeinden eine Freiwillige Feuerwehr gründen mussten.
Börnecke sollte 40 Wehrleute und zusätzlich soviel Ordnungskräfte aufstellen. Mit den Ge-meinden Börnecke, Timmenrode, Cattenstedt und Wienrode sollte ein Feuerlöschbezirk mit 128 Mann aufgestellt werden. Der Gemeinderat reichte am 20. Juli 1874 einen Änderungsvorschlag zur Gründung eines selbstständigen Feuerlöschbezirkes ein, mit der Begründung, dass Börnecke so weit von den anderen Orten ablege, um bei Übungen und Zusammenkünften zu erscheinen.
Dies wurde von der Herzoglichen Kreisdirektion am 18. August 1874 abgelehnt, da Börnecke bei 668 Einwohnern keine 4 Züge stellen kann.

Im März 1875 wurde die Feuerwehr in Börnecke gegründet.

Am 24. März 1875 sollten die Hauptleute aus den Gemeinden des Feuerlöschbezirkes Cattenstedt, Wienrode, Timmenrode und Börnecke einen Bezirkshauptmann bestimmen. Ebenfalls sollte der Gemeindevorsteher Stralucke von Börnecke endlich bestimmen, wer der dortige Führer der Pflichtfeuerwehr wird.

Am 29. März 1875 wurden folgende Feuerwehrleute bestimmt:

1. zum Hauptmann    der Ackermann Gustav Wehrenpfennig
2. zum 1. Zugführer    der Landarbeiter Wilhelm Bohnstedt
3. zum 2. Zugführer    der Ackermann Richard Wehrenpfennig

Die Wahl zum Bezirkshauptmann hat am 18. April 1875 in Timmenrode unter Gemeindevorsteher Palm stattgefunden, es wurde der Inspektor Keffert aus Timmenrode.
Die Zugführer der Börnecker Ordnungsmannschaft sind die Gemeinderäte, Wilhelm Wehren-pfennig und Wilhelm Bodenstein.

Am 29. Juni 1875 wurde der Kostenanschlag über den Anbau und Reparatur des Spritzenhauses und der Wasserbehälter eingereicht.

Am 12. Oktober 1875 wurden 1 399 M und 84 Pfg. für Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr bezahlt, 430 M wurden vom Kreis erstattet.


Ein Bericht über die Feuerwehr vom 25. November 1875:

Die Feuerwehr besteht aus 40 Mann in 2 Zügen mit 2 Spritzen, einer Alten und einer Neuen, die Ordnungsmannschaft besteht aus 52 Mann.
Die persönliche Ausrüstung ist vorhanden. Die Ordnungsmannschaft ist eingeteilt und mit Ab-zeichen versehen. Die vorhandene Kastenzugspritze ist bereits umgearbeitet, die nötige 2. Spritze ist noch nicht bestellt.
An Gerätschaften fehlen 4 Hanfeimer zur neuen Spritze, 2 Dachleitern mit Haken, 2 Wasser-fässer, 1 Säge und 1 Signalhorn.

Am 17. Juli 1876 bittet der Gemeindevorsteher um 800,00 M Beihilfe für die neue, aus Leipzig gelieferte Spritze und der umgebauten alten Spritze.

Am 7. August 1876 wurde die neue Spritze geprüft.

Da das alte Spritzenhaus zu klein war, wurde es beanstandet, dass mit dem Neubau noch nicht begonnen war.

Am 18. August 1876 entschuldigte sich der Gemeindevorsteher Stralucke in Blankenburg, dass die Erdarbeiten zum neuen Spritzenhaus erst im Herbst anfangen können wenn die Bauern mit ihrer Feldarbeit fertig sind, da das Terrain am Hang liegt wären viele Fuhren nötig. (Es war der Hang wo es heute noch steht).

Am 28. Januar 1877 wurde der Feuerwehrhauptmann Gustav Wehrenpfennig zum Bezirkshauptmann gewählt, für 2 Jahre (in Börnecke).

Anwesende:
Feuerwehrhauptmann   Wolf aus Timmenrode
Zugführer                    Wilhelm Damköhler aus Wienrode
Zugführer                    aus Cattenstedt war entschuldigt
Hauptmann                  Gustav Wehrenpfennig aus Börnecke
Zugführer                    Richard Wehrenpfennig aus Börnecke
Zugführer                    Wilhelm Bohnstedt aus Börnecke
Protokollführer              Gemeindevorsteher Stralucke

Im Juni 1877 hat die Gemeinde 400,00 M Beihilfe zum angefangenen Bau des Spritzenhauses übergeben.

1879 sollen Wasserfässer auf Wagen angeschafft werden, die immer gefüllt stehen sollen. Nach Besichtigung der Fässer in Halberstadt, wurde es vom Gemeinderat abgelehnt, da sie in dem bergigen Ort zu schwer sind und von Menschen nicht gezogen werden können. Es sind auch bespannbare Jauchenfässer im Ort. Außerdem ist in dem neuen Spritzenhaus kein Platz, weil dort
3 Spritzen und allerhand Geräte stehen.

Am 25. April 1880 wurde beanstandet, dass sich der Kreisbrandmeister beim Brand in Börnecke nicht sehen lassen hat.

Am 4. Januar 1881 wurde der Ackermann Friedrich Drude zum Hauptmann und die Anbauer Friedrich Zeitzmann und Christian Fricke zum Zugführer gewählt.

Neuer Gemeindevorsteher Strutz
10. Dezember 1895 wurden 41 neue Feuerwehrjoppen angeschafft
a` 13,00 M = 533,00 M.

Am 25. Januar 1896 wurden 50,00 M Zuschuß bezahlt, ebenfalls wurde vom Kreisausschuß bewilligt, dass Börnecke einen eigenen Feuerlöschbereich bilden könne.

Gemeindevorsteher A. Wehrenpfennig
Zur Anschaffung einer neuen Motorspritze 1922 wurden bezahlt 25 000,00 RM.

Bürgermeister Wermuth
Im Jahresbericht zum 1. Juni 1937 bis 31. März 1938 scheidet der Führer der Wehr Brandmeister Köbbel aus, als Nachfolger wurde der Brandmeister Clemens eingesetzt.

Im Juni 1937 erhielt die Gemeinde 400,00 M zur Reparatur des Spritzenhauses.

Am 23. Juni 1939 beantragt die Gemeinde eine Genehmigung zur Anschaffung einer neuen Motorspritze, die Alte ist seit 1922 in Betrieb und überaltet.

 
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